Welche Schere für Schneiden, welche für Slicen?
Nicht jede Friseurschere eignet sich gleichermaßen für alle Schnitttechniken. Besonders zwischen klassischem Schneiden und Slicen gibt es deutliche Unterschiede in den Anforderungen an die Schneidgeometrie, den Schliff und das Laufverhalten der Schere.
In diesem Artikel erklären wir, welche Scheren sich für welche Technik eignen und warum die richtige Wahl entscheidend für Schnittqualität und Komfort ist.
Was ist der Unterschied zwischen Schneiden und Slicen?
Beim klassischen Schneiden:
- Wird das Haar rechtwinklig zur Strähne geschnitten
- Entstehen klare, definierte Schnittkanten
- Ist Kontrolle wichtiger als Gleitfähigkeit
Beim Slicen:
- Wird die Schere gleitend durch das Haar geführt
- Entstehen weiche Übergänge und Textur
- Ist geringe Reibung entscheidend
Diese unterschiedlichen Anforderungen bestimmen die optimale Scherengeometrie.
Welche Schere eignet sich für klassisches Schneiden?
Für klassisches Schneiden eignen sich besonders:
- Bevel-Edge-Scheren
- Scheren mit Mikroverzahnung
Typische Eigenschaften:
- Stabilere Schneidkante
- Mehr Kontrolle beim Schnitt
- Weniger Wegrutschen des Haares
Diese Scheren sind ideal für:
- Gerade Linien
- Präzise Konturen
- Basisschnitte
Warum Bevel-Edge-Scheren hier Vorteile haben
Bevel-Edge-Scheren besitzen:
- Einen klar definierten Schneidwinkel
- Mehr Material hinter der Schneide
Das sorgt für:
- Robuste Schneidkante
- Gleichmäßige Kraftübertragung
- Gute Kontrolle bei Druckschnitten
Sie sind daher besonders vielseitig im Salonalltag.
Welche Schere eignet sich für Slicen?
Für Slicen eignen sich besonders:
- Convex-Scheren
- Glatte Schneiden ohne Mikroverzahnung
Typische Eigenschaften:
- Sehr feine Schneidgeometrie
- Geringe Reibung
- Sehr leichtes Gleiten durch das Haar
Diese Eigenschaften ermöglichen:
- Weiche Übergänge
- Natürliche Textur
- Präzise Kontrolle bei gleitenden Bewegungen
Warum Convex-Scheren für Slicen besser sind
Convex-Scheren besitzen:
- Ballige, hochpolierte Schneidflächen
- Extrem scharfe, dünne Schneiden
Dadurch:
- Gleitet die Schere durch das Haar
- Ohne zu stocken oder zu ziehen
Mikroverzahnte Scheren würden hier eher bremsen.
Kombination beider Scherentypen im Salon
Viele professionelle Friseure arbeiten mit:
- Einer Schere für Basisschnitte
- Einer zweiten Schere für Slicen und Textur
So können:
- Linien präzise gesetzt
- Und Übergänge weich gestaltet werden
Die Kombination erhöht sowohl Qualität als auch Effizienz.
Einfluss von Pflege und Schleifen auf die Technik
Auch die beste Schere funktioniert nur richtig, wenn:
- Die Schneidgeometrie erhalten bleibt
- Fachgerecht geschliffen wird
Wird z. B. eine Convex-Schere falsch geschliffen:
- Verliert sie ihre Gleitfähigkeit
- Wird Slicen deutlich schwieriger
Ebenso kann bei Bevel-Scheren:
- Falsches Schleifen die Kontrolle verschlechtern
Woran erkennt man, dass die falsche Schere genutzt wird?
Typische Hinweise:
- Beim Slicen stockt die Schere
- Das Haar wird eher gedrückt als geschnitten
- Beim klassischen Schneiden rutscht das Haar weg
In solchen Fällen liegt das Problem oft nicht am Können, sondern am Werkzeug.
Die richtige Schere spart Kraft und Zeit
Mit der passenden Schere für die jeweilige Technik:
- Wird weniger Druck benötigt
- Ermüdet die Hand langsamer
- Entstehen sauberere Ergebnisse
Das wirkt sich langfristig positiv auf:
- Gesundheit
- Arbeitsgeschwindigkeit
- Kundenzufriedenheit aus
Fachgerecht warten lassen
Damit Ihre Scheren für Schneiden und Slicen ihre jeweiligen Eigenschaften behalten, ist fachgerechtes Schleifen entscheidend.
So wird jede Schere passend zu ihrer Schneidgeometrie gewartet.
Fazit
Für klassisches Schneiden eignen sich Bevel-Edge-Scheren und mikroverzahnte Scheren, da sie mehr Kontrolle und stabilen Schnitt bieten. Für Slicen sind Convex-Scheren mit glatter Schneide ideal, da sie besonders leicht durch das Haar gleiten und weiche Übergänge ermöglichen. Die beste Lösung im Salon ist oft die Kombination beider Scherentypen, jeweils für die passende Technik.
Die richtige Schere unterstützt die Technik – und nicht umgekehrt.
