Welches Öl eignet sich für Friseurscheren?
Die richtige Schmierung ist ein zentraler Bestandteil der Pflege von Friseurscheren. Ein geeignetes Öl reduziert Reibung, verhindert Verschleiß und schützt vor Korrosion. Nicht jedes Öl ist dafür gleich gut geeignet – die Wahl des richtigen Schmiermittels beeinflusst sowohl die Lebensdauer als auch das Schnittverhalten Ihrer Schere.
In diesem Artikel erklären wir, welche Öle geeignet sind, was Sie vermeiden sollten und warum regelmäßiges Ölen so wichtig ist.
Warum Öl für Friseurscheren wichtig ist
Friseurscheren bestehen aus präzisen Metallteilen, die beim Schneiden:
- Direkt aufeinander reiben
- Reibung und Wärme erzeugen
- Mechanisch belastet werden
Ohne Schmierung:
- Steigt der Verschleiß
- Wird die Schneidkante schneller stumpf
- Entsteht mehr Reibung und Wärme
Ein geeignetes Öl sorgt dafür, dass die Fläche zwischen Ober- und Untermesser „gleitfähig“ bleibt.
Eigenschaften eines guten Scherenöls
Ein Öl für Friseurscheren sollte:
- Dünnflüssig sein — damit es dort gelangt, wo Schmierung nötig ist
- Korrosionsschutz bieten — um Rost zu vermeiden
- Nicht verkleben — keine Rückstände am Metall hinterlassen
- Temperaturstabil sein — auch bei längeren Arbeitssessions
Viele typische Haushaltsöle können hier ungeeignete Rückstände hinterlassen oder zu dick sein.
Empfohlene Öle für Friseurscheren
Die folgenden Öle eignen sich besonders gut:
1. Spezielles Scherenöl
Professionell formuliert für Werkzeuge wie Friseurscheren. Vorteile:
- Optimale Viskosität
- Keine Rückstände
- Schutz gegen Rost und Reibung
Das ist in der Regel die beste Wahl für den Salon.
2. Nähmaschinenöl (leichtes Maschinenöl)
Ein dünnes, klares Öl ohne starke Additive. Vorteile:
- Sehr dünnflüssig
- Gute Schmierwirkung
- Weit verbreitet und günstig
Achten Sie darauf, dass es kein Öl mit Zusatzstoffen oder Duftstoffen ist.
3. Feinmechaniköl
Öle, die für Feinmechanik – z. B. Uhren oder Präzisionswerkzeuge – gedacht sind.
- Ebenfalls dünn und klar
- Eignet sich gut für Gelenkpunkte
Öle, die Sie nicht verwenden sollten
Die folgenden Öle sind ungeeignet:
- Dickflüssige Maschinenöle / Motoröl
→ zu zäh, verklumpt am Gelenk - Öle mit Additiven (Rostschutzmittel, Duftstoffe)
→ können Rückstände bilden - Küchenöle (z. B. Olivenöl, Rapsöl)
→ oxidieren, werden ranzig, fördern Korrosion - WD-40 / Kriechöle ohne Schmierzusatz
→ lösen Schmutz, bieten aber kaum nachhaltige Schmierung
Wie oft sollte man ölen?
Die allgemeine Empfehlung lautet:
- Nach jeder Reinigung
→ Öl ins Gelenk und leicht auf die Klingen - Während des Arbeitstags
→ bei intensiver Nutzung mehrmals
Regelmäßiges Ölen ist weniger aufwendig als Folgeprobleme zu beheben.
So ölen Sie Friseurscheren richtig
Schritt für Schritt:
- Reinigen
→ Haare und Schmutz vom Gelenk und den Klingen entfernen. - Trocknen
→ Kein Wasser oder Feuchtigkeit auf der Schere belassen. - Öl sparsam auftragen
→ Ein bis zwei Tropfen ins Gelenk und leicht auf die Klingen. - Ein paar Mal öffnen und schließen
→ Damit verteilt sich das Öl gleichmäßig. - Überschüssiges Öl abwischen
→ Keine ölige Schicht auf der äußeren Oberfläche lassen.
Einfluss auf Schleifintervalle und Lebensdauer
Gut geölte Scheren:
- Nutzen sich weniger schnell ab
- Müssen seltener geschliffen werden
- Arbeiten gleichmäßig und leise
Schlechte oder fehlende Schmierung:
- Erhöht Reibung
- Lässt Schneidkanten schneller stumpf werden
- Kann zu Hitzeentwicklung führen
Die richtige Schmierung ist also direkt wirtschaftlich relevant.
Öl und Desinfektion
Wenn Sie Scheren desinfizieren, beachten Sie:
- Desinfektion entfernt oft Rückstände und auch Schmiermittel
- Nach der Desinfektion immer erneut ölen
Nur so bleibt die Schmierung erhalten.
Fazit
Für Friseurscheren eignen sich am besten:
- Spezielles Scherenöl
- Dünne Maschinenöle ohne Zusatzstoffe
- Feinmechaniköl
Vermeiden Sie dickflüssige oder rückstandsbildende Öle und Haushaltsöle. Regelmäßiges Ölen nach Reinigung schützt Schneide und Gelenk, verlängert die Lebensdauer und sorgt für konstant saubere Schnitte.
Die richtige Schmierung ist ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.
